Schauspiel
Ziel der Ausbildung:
In der Schauspielausbildung ist das Instrument des Trainings der Mensch selbst, d.h., sein Körper und seine Seele. Die ETAGE bildet ihre Schauspielschüler zu selbständigen, verantwortungsbewussten und vielseitigen Schauspielern aus, die den körperlichen und psychischen Anforderungen dieses Berufs sowohl im Stadt- und Staatstheaterbetrieb als auch in der freien Szene gewachsen sind. Die Ausbildung endet mit einem Vorsprechen vor der Kommission der Künstlervermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV).
Schauspiel: Bildergalerie Unterricht (Maske) 2010
Schauspiel: Video klein | gross
Aufnahmeprüfung:
Die Aufnahmeprüfung beginnt für alle Kandidaten mit einem Bewegungstraining. Im Anschluss daran spricht jeder Bewerber einzeln vor. Es müssen zwei gelernte Monologe szenisch dargeboten werden. Einer davon soll aus einem klassischen und der andere aus einem modernen Theaterstück stammen. Ergänzend kommt ein einstudiertes Lied oder ein Chanson hinzu und ggf. eine von den Prüfern geforderte Improvisation. Geprüft werden die szenische Fantasie, die sprachliche und körperliche Ausdrucksfähigkeit, Sensibilität und Bühnenpräsenz. Im Anschluss erhalten alle Bewerber ein persönliches Feedback zu ihrem Leistungsstand.
Ausbildung in den Schwerpunktfächern:
- Schauspielerische Grundlagen und Improvisation
- Rollen- und Szenenstudium
- Arbeit vor der Kamera
- Sprecherziehung und Arbeit an Monologen
Im Mittelpunkt der ersten beiden Semester steht das Erlangen schauspielerischer Grundlagen und das freie Improvisieren. Mit spielerischen Mitteln wird die sinnliche Wahrnehmung und die Beobachtungsgabe der Schüler geschärft und in theatrale Vorgänge eingebunden. Neben der Erlernung von Basistechniken erweitern die Schüler durch Unterricht in Pantomime, Tanz und Akrobatik ihre Ausdrucksfähigkeit und verbessern ihr Körperbewusstsein.
Sehr gezielt wird die Fantasie und Kreativität jedes Schülers geweckt, gefördert und entwickelt. Ergänzend zur Arbeit am körperlichen Ausdruck steht die Sensibilisierung für die Vielfalt emotionalen Erlebens. In der Sprecherziehung geht es in dieser Phase der Ausbildung um das Erlernen von Atemtechniken, um Stimmaufbau und Training der Artikulation.
Ab dem 3. Semester (2. Ausbildungsjahr) rückt die Annäherung an eine Rolle in den Vordergrund. Die Schüler erlernen und erproben verschiedene Wege und Methoden, sich eine Rolle anzueignen. Mittels Körpersprache und gezielt geführter Emotionalität durchdringt der Schüler im Rollen- und Szenenstudium einen vorgegebenen Charakter. Der Fokus wird auf die Komplexität von Figuren und Figurenkonstellationen gelegt. Dabei spielt neben der Förderung des Einzelnen auch der Ensemblegedanke eine große Rolle. Die ETAGE versteht Theater als eine Kunst der Begegnung, die erst durch ein kollegiales Miteinander ihre volle Wirkung entfalten kann.
In der Sprecherziehung geht es jetzt um den Umgang mit Texten aller Art (Drama, Lyrik, Prosa, Gebrauchstexte) sowie das Lesen und Interpretieren von dramatischer Literatur aus der Perspektive des Schauspielers. Gemeinsam mit Schülern der anderen Fachbereiche wird in dieser Ausbildungsphase eine interdisziplinäre Aufführung erarbeitet.
Im dritten Studienjahr (5. und 6. Semester) werden die erlernten Techniken und Fähigkeiten in Szenen und Monologen umgesetzt, vertieft und erweitert. In einem dreimonatigen Kamerakurs-Intensivkurs geht es um das Spiel vor der Kamera, das sich in vielerlei Hinsicht von dem auf der Bühne unterscheidet. Die als Blöcke organisierten Workshops orientieren sich an den Anforderungen professioneller Film- und Fernsehproduktionen und vermitteln einen Eindruck in die Arbeit eines Filmteams.
Nebenfächer:
- Gesangs- und Atemtechnik
- Sprecherziehung
- Klassischer und moderner Tanz
- Commedia dell´Arte
- Theatersport
- Akrobatik
- Pantomime / Maskenspiel
- Bühnenfechten / Kampftechnik
- Feldenkrais
- Bewegungstraining für Schauspieler
- Kamera- und Videoarbeit
- Dramenanalyse
- Kulturgeschichte
- Gemeinschaftskunde
- Anatomie
Lehrerinnen und Lehrer
Die Abteilung wird geleitet von Matthew Burton und Hans-Jürgen Hannemann. Zu den festen Lehrern im Bereich Sprecherziehung gehören Susanne Arnold und Sabine Beck. Die Blockseminare "Camera Acting" werden von Fachleuten aus der Film- und Fernsehbranche geleitet. Immer wieder kommen erfahrene Schauspieler und Regisseure als Gastdozenten an die ETAGE. Sie erarbeiten die Werkstattaufführungen und machen die Studenten dabei mit unterschiedlichen Inszenierungsstilen und Arbeitsweisen vertraut. Zu den Gästen gehörten u.a. Künstler wie Paul Burian, Horst Ruprecht und Thomas Donndorf. Die fachfremden Nebenfächer werden von Lehrern der anderen Abteilungen übernommen.
Kosten der Ausbildung
Für die Ausbildung wird ein monatliches
Schulgeld von z. Zt. € 350,- erhoben. Zu Beginn der Ausbildung ist
eine Kaution in Höhe eines monatlichen Schulgeldes zu hinterlegen.
Diese Kaution wird zum Ende der Ausbildung mit dem letzten fälligen
Schulgeld verrechnet bzw. zurückgezahlt.
DIE ETAGE ist nach
dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) als Berufsfachschule
anerkannt, d.h., Schüler der ETAGE können einen Antrag auf
Ausbildungshilfe stellen. Der Schülerausweis der ETAGE ermöglicht
diverse Ermäßigungen, z.B. für öffentliche Verkehrsmittel.
Erziehungsberechtigte
von Schülern sind kindergeldberechtigt. Wenn sie die Ausbildung privat
finanzieren, können die Kosten bei der Steuererklärung geltend gemacht
werden.
mehr zu den allgemeinen Bedingungen der Ausbildung an der ETAGE



















